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Bis 1960 werden die Baulücken an den bereits vorhandenen Ortsstraßen bebaut. Danach werden neue Baugebiete im Gemarkungsteil „Eichelberg“ und beiderseits der Straße nach Seelbach erschlossen. Aumenau wird auch das Dorf der „drei Kirchen“ genannt. Nach der 1902/03 erbauten evangelischen Kirche errichtet die evangelisch-lutherische Gemeinde 1952 eine Kirche am Nord – Ostrand des Dorfes.

Der Bau der katholischen Kirche erfolgte im Jahr 1954 in der Lahnaue am Süd-Westrand des Dorfes. Neben der evangelischen Kirche und der Schule errichtet die evangelische Kirchengemeinde 1962/64 einen Kindergarten und das Gemeindehaus. Das Erschließen neuer Baugebiete hangaufwärts in Richtung Seelbach macht 1964/65 den Bau eines neuen Hochbehälters „Am Stein“ durch die Gemeinde notwendig. Entlang des Lahnufers auf der rechten Seite entsteht 1969/70 der Promenadenweg.

Weitere Baumaßnahmen der Gemeinde sind die Anlage eines neuen Friedhofes 1979, die Erneuerung des Sportplatzes 1980, der 2008 einen Kunstrasenbelag erhält, der Bau der „Eichelberghalle“ 1989,

Neubau der Kindertagesstätte 1999, sowie der neue Spielplatz der Grundschule Aumenau im Jahr 2011 und die Umgestaltung des alten Friedhofes zum „Park der Erinnerung im Jahr 2013.

Dass sich die Gemeinde Villnar "Marktflecken" nennen darf, verdankt sie ausschließlich dem auf Aumenauer Gebiet abgehaltenen bedeutenden "Dernbacher Markt". Um an diese Stätte zu erinnern, wurde die Gedenkstätte Niklas-Dernbach errichtet. Auf dem Stein ist folgender Text zu lesen:

Bis etwa 1960 arbeiten die Aumenauer in der Landwirtschaft, in Handwerksbetrieben im Ort, in den Eisenerzgruben aber auch als Pendler in Weilburg, Limburg und Wetzlar. Durch Veränderungen in der Wirtschaft und in der Arbeitswelt werden zwischen 1970 und 1980 viele Handwerksbetriebe und Landwirtschaftsbetriebe aufgegeben. Im Ort befindet sich zur Zeit nur noch eine Vollbauernstelle.

Auch der Fremdenverkehr kommt zum Erliegen. Durch den Fahrrad- und Boottourismus an und auf der Lahn gewinnt er gegenwärtig wieder an Bedeutung. Die Eisenerzgruben in Aumenau sind stillgelegt. Im Ort und in der näheren Umgebung sind nur noch wenige Arbeitsplätze vorhanden. Das bedeutet, dass die Erwerbstätigen gezwungen sind, in Weilburg, Limburg, Wetzlar, Gießen und im Raum Wiesbaden und Frankfurt zu arbeiten.

Mit der Zuordnung des Dorfes zur Gemeinde Villmar im Jahr 1971 endet die Selbstständigkeit Aumenaus. Der einstige Hauptort der Cent Aumenau wird ein Ortsteil der Großgemeinde Villmar. Wenn sich auch in den letzten Jahrzehnten für Aumenau viele Veränderungen ergeben haben, so ist der Ort doch bis heute ein kleines Zentrum geblieben.

Der Ort verfügt über eine Grundschule, eine Kindertagesstätte, eine Arztpraxis, eine Zahnarztpraxis, eine Tierarztpraxis, eine Naturheilpraxis, eine Praxis für Physiotherapie, ein Altenpflegeheim, eine Apotheke,  und bietet eine Reihe von Einkaufsmöglichkeiten für viele Dinge des täglichen Bedarfs.

Vom 7. – 9. Juni 2014 feiert der Ort sein 1250jähriges Bestehen. Die 1250-Jahrfeier endet am 14. Juni mit einem Höfefest im alten Ortskern und einem Feuerwerk über der Lahn.


Benutzte Literatur:

C.D. Vogel, Beschreibung des Herzogtums Nassau, Wiesbaden (1843)

Armin Kuhnigh, Villmar, Geschichte und Gestaltung einer hessen – nassauischen  Großgemeinde, Limburg (1976)

Armin Kuhnigk, Villmar, Geschichte und Gestaltung einer hessen-nassauischen Großgemeinde Weilburg, 2. Auflage (2000)

Joachim Schröder, 100 Jahre Evangelische Kirche Aumenau, Aumenau (2003)

Joachim Schröder, In Aumenau, da ist der Himmel blau, Nassauische Presse 18. März 2006

Lucas Borutta / Erik Schröder

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